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Neue Corona-Arbeitsschutzverordnung: Homeoffice-Pflicht für Arbeitgeber bis zum 15.03.2021 – mdr-Reihe zum Thema Homeoffice

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Die Verordnung trat zum 27.01.2021 in Kraft und ist zunächst befristet bis zum 15.03.2021. Bundesarbeitsminister Heil will eine Verlängerung jedoch nicht ausschließen.

Das Bundeskabinett hat am 20.01.2021 eine Corona-Arbeitsschutzverordnung beschlossen, die Unternehmen insbesondere verpflichtet, ihren Mitarbeiter*innen das Arbeiten von zu Hause aus – soweit die Tätigkeit es zulässt – zu ermöglichen. 

Die neuen Corona-Arbeitsschutzverordnung umfasst die folgenden Kernpunkte:

  • Arbeitgeber sind grundsätzlich verpflichtet, Homeoffice anzubieten.
  • Müssen Räume von mehreren Beschäftigten gleichzeitig genutzt werden, müssen pro Person 10 m² zur Verfügung stehen.
  • In Betrieben ab zehn Beschäftigten müssen diese in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden.
  • Arbeitgeber müssen mindestens medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen.

Die derzeitigen Arbeitsschutzregelungen gelten uneingeschränkt fort. Arbeitgeber sind danach gehalten, die Kontakte im Betrieb möglichst zu reduzieren. Dazu gehören die bereits angeordneten Maßnahmen wie folgt:

  • Betriebe müssen die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen gewährleisten, auch in Kantinen- und Pausenräumen.
  • Wo Begegnungen stattfinden, müssen Beschäftigte Mund-Nasen-Schutz tragen, soweit dies möglich ist.
  • In Sanitärräumen müssen Arbeitgeber auch Flüssigseife und Handtuchspender bereitstellen.
  • Regelmäßiges Lüften muss gewährleistet sein.

Die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung soll dazu beitragen, Kontakte einzuschränken und Ansteckungen zu verhindern.

An dieser Stelle verweisen wir zum Thema Homeoffice in Zeiten von Corona auf die Interview-Reihe von Herrn Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Silvio Lindemann mit dem mdr Sachsenradio. Aktuell hat Herr Lindemann die neue Homeoffice-Pflicht einordnet und die wichtigsten Fragen beantwortet.