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Vorsteuerabzug für private Solaranlagen

Solaraufdemdach

Auch private Betreiber einer Solaranlage können vom Finanzamt die Erstattung ihrer Vorsteuern beanspruchen. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in München mit drei Urteilen Az.: XI R 29/09, XI R 21/10 und XI R 21/10). Das Gericht führt dabei auch aus, wie die Höhe der Vorsteuer zu berechnen ist.

Wenn private Betreiber mit dem Verkauf ihres Stroms aus der eigenen Solaranlage dauerhaft Einnahmen erzielen, gelten sie als Unternehmer. Damit unterliegen sie auch der Umsatzsteuer. Andererseits können sie damit aber auch die Vorsteuer geltend machen, die sie aufwenden mussten, um die Anlage zu errichten und zu betreiben. Nach Installation der Anlage kann so die gesamte in den Rechnungen enthaltene Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend gemacht werden. Natürlich muss dann in der Folgezeit die Lieferung des selbst produzierten Stroms mit ausgewiesener Mehrwertsteuer erfolgen und diese vereinnahmte Steuer dann an das Finanzamt abgeführt werden.

Dabei werden aber nur die Ausgaben berücksichtigt, die dem Betrieb der Solaranlage zuzurechnen sind. Umstritten war bisher, wie die Kosten abzugrenzen sind, wenn die Anlage auf einem neuen oder sanierten Haus oder Carport errichtet wird. Das Gericht entschied, dass die Gesamtkosten aufgeteilt werden müssen. Maßstab sind dabei fiktive Umsätze, etwa die Einnahmen, die durch eine Vermietung des Hauses und eine Vermietung des Dachs erzielt werden könnten. Unabhängig ist (das war in der Vergangenheit anders), ob die gewerbliche Nutzung des Hauses mindestens zehn Prozent beträgt.

Sprechen Sie uns an, wenn sich das Problem des Vorsteuerabzugs bei Ihnen stellt.

Urteil des Bundesfinanzhofs vom 19.7.2011 Aktenzeichen XI R 2910
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