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An apple a day keeps the doctor away

Apfelkindundapple

Nach diesem geflügelten Wort soll ein Apfel vor Problemen schützen, aber wie man am Beispiel von Apfelkind sieht, können Äpfel auch Probleme erzeugen.

Christin Römer hat sich Anfang des Jahres 2011 einen Traum erfüllt und ihr Café Apfelkind in Bonn eröffnet. Rund 100 qm ist der Laden groß. Es soll ein Ort sein, in dem Erwachsene ihre Seele baumeln lassen können, ohne dass den Kindern langweilig wird. Das Apfelzimmer bietet für Kinder genügend Raum zum Spielen und Malen. Lecker Kaffee und Kuchen gibt es natürlich auch.

Das Logo von Apfelkind, ein roter Apfel mit der Silhouette eines Mädchens, wurde von der Café Besitzerin selbst entworfen und als Wort-Bild Marke beim Patent- und Markenamt in München eingetragen. Der Widerspruch gegen die Markeneintragung von der Firma Apple Inc. in Cupertino Kalifornien kam promt. Nach dem Vortrag von  Apple sei das Apfel-Logo des Unternehmens so überragend bekannt, dass eine Verwechslungsgefahr der beiden Logos bestehe.   Besonders störte sich Apple an der Form des Apfels und der Darstellung des Blatts am Stiel.

Zwischenzeitlich gibt es zwar einen Vorschlag für eine Einigung. Danach soll Frau Römer auf die Warenklassen  16, 35, 18 und 28 verzichten und dürfte dafür unbeanstandet Gebäck, Getränke und Süßspeisen vertreiben. Den gesamten Bereich ihrer Merchandising Artikel (z.B. Aufkleber, Spielzeug, Tassen) müsste sie hingegen aufgeben.

Nach unserer Einschätzung besteht zumindest aus markenrechtlicher Sicht keine Verwechslungsgefahr. Allerdings kann ein Rechtsstreit im Falle eines Unterliegens sehr viel Geld kosten.

Es handelt sich um einen typischen Fall, in dem eine Marke angemeldet wurde, ohne die möglichen Kollisionen zu bedenken. Der billigste und sicherste Weg ist eben immer noch eine gründliche Markenrecherche und ein Abschätzen von Risiken vor einer Markenanmeldung.

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